Verzetteltes (11)

Hallo zusammen!

Im Januar-Newsletter hatte ich es angekündigt, diesen Monat ist es so weit, ich lese euch meine Buchhandlungs-Geschichte vor, meine „Zimtläden” oder „Ein Geschäft mit Träumen”. Die kannte ich damals beide noch nicht, dafür aber das Buchgeschäft aus der „Unendlichen Geschichte”. Das hier ist jedenfalls meine Variation davon:

Ursprünglich habe ich die für meine „kreative Eignungsprüfung” an der Universität Hildesheim geschrieben, und bestanden. Ich wurde auf die „Auslegeware” hingewiesen, wo wohl mein innerer Loriot mit mir durchgegangen war („Sie machen mich ganzverückt, Herr Melzer!”), denn dass es sich dabei ausschließlich um Teppiche handelt, war mir nicht bewusst. Insofern war mir seitdem klar, dass ich da ein anderes Wort einbauen würde, das eher einen Basar oder Flohmarkt heraufbeschwört. Bei der Gelegenheit sind mir jetzt noch ein paar weiter Schnitzer aufgefallen, die ich irgendwann ausbügeln werde, aber sonst passt das schon.

Allerdings hatte ich davor noch eine kürzere Kurzgeschichte für die Prüfung geschrieben, mich aber der Einfachheit halber dagegen entschieden. Vielleicht ahnt ihr warum, wenn ihr sie lest: Letzter Vorhang. Gibt auch eine gelesene Aufnahme davon, die ich gelegentlich als Sprecher-Demo verschicke :)

Mit erlesenen Grüßen,

Verzetteltes (10)

Hallo zusammen!

Es war mal wieder einmal Zeit für was Kürzeres. Wieder einmal ein Märchen. Allerdings ohne „Es war einmal”. Eingeschüchtert? Gut so. Auf geht’s!

Was mir beim Lesen aufgefallen ist: Ich habe tatsächlich ein wenig dafür recherchiert und dann alles reingepackt. Ein bisschen geschickter ginge das schon, aber gefreut hat es mich trotzdem. Über die Welt der Blitze hätte ich mir noch ein paar Gedanken machen sollen, wie das genau funktioniert, weil das die Geschichte automatisch schlüssiger klingen lässt. Genau dafür sind Überarbeitungsprozesse da, und dieses Märchen würde davon sehr profitieren.

In einem alten Notizbuch bin ich über eine Eintragung gestolpert, die sehr gut in diese Geschichte passen würde, was meint ihr?

Mit erlesenen Grüßen,

Verzetteltes (9)

Hallo zusammen!

Das hätte mein erster Roman werden sollen, so um die 1989 herum. Abgespeichert was das Dokument jedenfalls unter dem Arbeitstitel „Irre“. Hier mache ich die Probe aufs Exempel und lese das dritte Kapitel vor, weil das laut Margaret Atwood oft der bessere Einstieg sei, der einen direkt in die Action werfe. Was meint ihr?

In diesem Fall würde wahrscheinlich auch das zweite Kapitel funktionieren, aber beide zusammen wären als Lesung zu lang geworden. Deswegen habe ich mich für die mutigere Variante entschieden, und mit ein paar kleinen Änderungen könnte ich mirdas tatsächlich so vorstellen. Danke, Margaret!

Was mich allerdings weit mehr ärgert, ist, dass mir damals niemand gesagt hat, wie man so eine Geschichte weiterentwickelt. Jetzt kann ich es – und schlimmer noch: tue es! Die Notizen dazu sind gerade unter den Fingern explodiert, wie alles, was eine Figur im Roman zufällig zusammenfügt. Diesen Roman könnte ich zügig plotten und dann in weniger als einem Jahr runterschreiben. Aber will ich das? Ja! Oh weh, in was bin ich hier nur hineingeraten … doch bevor ich mir jetzt Nächte grübelnd um die Ohren schlage, hier ein Foto aus meinem Materialarchiv:

Hier heißt das Kapitel III noch II, weil Kapitel I noch als Prolog daherkommt. Dafür stelle ich jetzt fest, dass ich damals beim Abtippen schon überarbeitet habe. Was dann 1992/93 herum gewesen sein dürfte. Schade, dass ich damit nie zu jemandem gegangen bin, aber zu wem auch? Außerdem wollte ich zu der Zeit lieber Musiker werden oder an eine Filmhochschule gehen … wie das Leben halt so schön schief spielt. Haha. Ha.

Mit erlesenen Grüßen,