Archiv der Kategorie: Kultur

Verzetteltes (2)

Hallo zusammen!

Keine Sorge, die ist deutlich kürzer. Ich hatte bis vor dem (einzigen) Take keine Ahnung, wie lange das dauern würde. Diesmal schon, darum habe ich etwas mit weniger Seiten ausgewählt. Das Konzept nimmt weiter Formen an bzw. variiert wie geplant. Lasst euch überraschen:

Auch diese stammt aus dem Jahr 1993, wobei die Idee älter ist. Irgendwie habe ich es mit Rentnern, die tauchen immer wieder in meinen Geschichten auf … und dann ist da noch dieses Serienkonzept in der Schublade, über eine Rentnergruppe, die sich in ihrem Altenheim etwas dazuverdienen, in einer Mischung aus Mission Impossible und den Golden Girls, einschließlich Mord.

Bis zum nächsten Mal verbleibe ich mit erlesenen Grüßen,

PS: Sorry für das Flimmern des Spitzlichts von links. Das versuche ich beim nächsten Mal zu beheben. Beim ersten Video hatte ich noch vergessen es überhaupt einzuschalten. Wie gesagt, keine zweiten Takes. So sind die Regeln ^^

Verzetteltes (1)

Liebe Leute, jetzt gibt’s was hinter die Ohren!

Ich meinte natürlich auf die Ohren. Verzeihung. Oder dachtet ihr etwa, ihr müsstes
meine Kurzgeschichten auch noch selber lesen? Weit gefehlt! Das mache ich für euch
und bin davon mindestens ähnlich überrascht, wie ihr. Denn die Ausgrabungen sind
zum Teil so alt, dass ich mich selbst bestenfalls nur dunkel an sie erinnern kann. Daher
ist auch meine einzige Regel für diese Lesungen: es gibt nur einen Take. Vielleicht
editiere ich in Zukunft meine schlampigen Verleser, aber wahrscheinlich eher nicht. Ich
evaluiere nun jeden Monat vor euren Augen einen alten Text auf seine Tauglichkeit für
eine Veröffentlichung in einem Sammelband. Los geht’s:

Es macht mich fertig, dass die inzwischen 32 Jahre alt sein soll, und noch immer so
unveröffentlicht, wie damals. Soweit ich mich erinnere, habe ich solche Dinger damals
mehr oder weniger an einem Tag rausgehauen, so wie sie sind. Basierend auf einer
losen Grundidee und dann einfach drauf los. So sind auch die Längen/Dopplungen
reingeraten, die ich jetzt bearbeiten werde. Viel will ich darin nicht herumdoktern (bin
ja kein Arzt), aber ein bisschen dran feilen werde ich schon, verfeinern, ergänzen oder
kürzen, ohne dabei den ursprünglichen Charme zu ruinieren.

Was mir aufgefallen ist, dass ich schon damals ein gutes Händchen für Dialoge hatte.
Ganz im sokratischen Sinne spielerisch herausfinden, worum es überhaupt geht :)

Mit tapfer erlesenen Grüßen

Anmerkung: Dieser Beitrag erschien bereits im Juni 2025 im Rahmen meines Newsletters.

Drei auf einen Streich (12) – Filmbesprechungen

Fish Tank (2009), Andrea Arnold

Kraftvoller kann man Kino kaum machen. Vom ersten Bild an wird man in eine Welt geschmissen, und man bleibt bis zum Ende an der Protagonistin kleben, taucht ein in ihren Alltag, ihre Welt. Das liegt nicht nur an der Kamera und dem viel zu selten genutzten Format 1,33 : 1 (was für eine Wohltat! Abwechslung! Jucheisasa!), das Kameramann Robbie Ryan ermöglicht Michael Fassbender auch mal aus dem Bild zu lassen, und weiter förmlich an Katie Jarvis zu kleben. Großartige Kamera, ja, aber natürlich weil die mindestens ebenbürtige Meisterschaft des Cutters Nicolas Chaudeurge im wahrsten Sinne des Wortes übersehen wird! Spitzenleistung, auf den Punkt, Hut ab. Hier ist ein Filmteam am Werk, dass seit des ersten Kurzfilms von Regisseurin Andrea Arnold zusammenarbeitet, das aufeinander eingespielt ist, einander blind vertraut. Ein Kameramann, der weiß, dass der Cutter alles aus seinem Material herausholt was geht, der bewegt sich am Set anders, und die Regisseurin kann ebenfalls viel befreiter inszenieren. Das einzige mir bekannte Team, das da noch mithalten kann, ist jenes um Jacques Audiard in Frankreich. Spitzenfilm, überhaupt nicht mein Thema, aber so einfühlsam erzählt, dass man bis zum Ende dabei bleibt, ohne jemanden in dem Film mögen zu müssen. Das muss man erstmal nachmachen.

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